Chronik

Unser Dank gilt Karl-Heinz Fricke, der diese Chronik erstellt hatte

 

 

Sommersemester 1946

Im Sommersemester 1946 hat der Maschinenbaustudent Franzjosef Wagner die Gründung einer Mschinenbauer-Arbeitsgemeinschaftvorgeschlagen. In den anschließenden Semesterferien wurde ein Gründungsausschuß gebildet, der sich zusammensetzte aus den Herren Dieneman, Schiffer, Schlott und Wagner, die eine vorläufige Satzung entwarfen.

Wintersemester 1946 / 1947

Im Wintersemester 1946 / 1947 fand am 28.November 1946 unter spärlicher Beteiligung die Gründungsversammlung statt. In den 1. Vorstand wurden gewählt die Herren Dienemann, Menger, Schiffer, Schlott und Wagner. Getauft wurde die "Akademische Vereinigung der Maschinenbauer" (AVM) am 31.01.1947. Die Patenschaft hatten die Professoren Pfleiderer, Koeßler und Schäfer übernommen. Am Ende des Semesters hatte die AVM etwa 40 Mitglieder.

Sommersemester 1947

" Aus der rein fachlich orientierten Arbeitsgemeinschaft entsteht eine akademische Vereinigung mit den Zielen: Freundschaft unter Gleichgesinnten, persönliche Fortbildung und gegenseitige Erziehung, Ausgleich und Entspannung. Diese Ziele werden angestrebt durch regelmäßige Vortragskonvente, gemeinsame Exkursionen und gesellige Veranstaltungen. die fachliche Unterstützung wird unabhängig von diesem Programm aufrecht erhalten..." aus dem Semesterecho. Die Mitgliederzahl wurde auf max. 45 festgelegt. Auf dem Sommerfest in der Mensa Pestalozzistr. ließ Bbr. Stuhr den alten Herren Goethe im Fahrstuhl auf- und abfahren. In 5 Vortragskonventen wurde u.a. berichtet über die Verfassungen der drei Großmächte England, USA und UDSSR (Peters, Schriever, SChlott), die akademische Ausbildung des Ingenieurs (Niehaus) und Eindrücke in Kanada während 7-jähriger Kriegsgefangenschaft (Fischer). Der Himmelfahrtsausflug ging in den Harz, wo abschließend am Radau-Wasserfall die Gruppe der "Revolutionäre" in "Radau-Kommando" umgetauft wurde. Bbr. Ruge verlebte durch Vermittlung der VSS 5 Wochen in der Schweiz.

Wintersemester 1947 / 1948

Im Wintersemester 1947 / 1948 nahmen mehrere Professoren der TH und Herren aus der Industrie als Gäste an besonderen Veranstaltungen teil. Auf dem Festkonvent zum 1. Stiftungsfest am 28.01.1948 in der Mensa waren u.a. als Gäste der damalige Oberbürgermeister Böhme und Major Bollinger vom schwedischen Roten Kreuz. der Festball wurde in Lebenstedt (Hotel der Reichswerke, heute Gästehaus der Preußag) gefeiert. Bbr. Großmann erkl#rte den Damen etwas über Paradoxien. Von einem redseligen Reporter wurde als Ehrengast Newton umschwärmt (Mattick, Schmidt). Zu den geselligen Veranstaltungen gehört die Tanzstundebei Herrn Häußler. Die erlernten Künste wurden abschließend in Fümmelse erprobt. Unvergessen bleibt, daß der Nikolaus seine Geschenke zum Schluß wieder einsammelte.

Sommersemester 1948

In diesem Semester gibt es einen kleinen Rückschlag, den die Währungsreform verschuldet hat. Es gelingt jedoch allen AVMern durch äußerste Einschränkung, Darlehensaufnahme und eigenen Verdienst das Studium fortzusetzen. Die Vortragskonvente mit anschließender Diskussion werden erstmalig zu einem Teil von Fachleuten bestritten und damit der ertrag der Referate erhöht, z.B. OB Böhme über Kommunalpolitische Fragen.
Am 09.06.1948 Konvent in der Mensa: Gründung der Altherrenschaft.
Aus der Aktivitas treten die Bbr. Bbr. Schiffer und Wagner in diese über. Bbr. Kopfermannhielt einen Vortrag über den Werdegang der Vereinigung. Bbr.Mattick für 1 Jahr in den ASTA gewählt.

Wintersemester 1948 / 1949

Von diesem Semester wird nach schleichendem Schwächeanfall auf Grund mangelnder Aktivität von einer gewissen Krise berichtet (allgem. wirtschaftlicher Not). Der Entschluß, sich sich lieber in der Anzahl als in der Qualität der Unternehmungen zu beschränken, wenn Mangel an Zeit und Geld eine Beschränkung fordern, bewährt sich. Auf dem Festball zum zweiten Stiftungsfestin Lebenstedt machte das AVM-Ballett (Becker, Friebel, Großmann, Koppe, Lehmann, Menger, Stuhr, Westendorf ) unter großem Beifall der eingeladenen Tänzerin Frau Sybille Banzhaf ernsthafte Konkurrenz. unvergessen Benno (Rappöhn) als Nikolaus mit seinen Poesien "... für Männer, Fraun und Kinder und auch Prof. Winter". Schüller auf ein Jahr in den ASTA gewählt.

Sommersemester 1949

Die 2 1/2 Monate Semesterbetrieb im Sommersemester 1949 haben nur eine beschränkte Anzahl von Konventen und Unternehmungen zugelassen. Nach einer Überarbeitung der Satzung wurde die Eintragung als e.V. beantragt. Unvergessen die nächtlich Paragraphenschlacht (Ende 2 Uhr). AH Prof. Winter referiert über den Zaunkönig. Bbr. Gnaß auf 1 Jahr in den ASTA gewählt.

Wintersemester 1949 / 1950

Im Semester verstarb für alle unerwartet der 1. Vorsitzende Bbr. Hermann Schmidt. Die Aufnahme einer größeren Anzahl jüngerer Kommilitonen wird beschlossen, da erstmalig viele Bbr. Bbr. im Laufe weniger Monate aus der Aktivitas ausscheiden. Beim 1. Konvent, der unter dem besoners für die Studenten des des 1. Semesters gewähltem Motto "Das Studium des Ingenieurs" stand, waren etwa 50 gäste anwesend. Unsere AH AH Prof. Koeßler und Prof. Pfleiderer stellten eine erste Fühlungsnahme zu ihren verbindungen her. Nach mehrmaligen Verhandlungen wurde von der Militär-Regierung (Hochschul-Offizier) die Satzung genehmigt.So konnte die Eintragung als e.V. - für AVM als Hausbesitzer in spe wichtig- erneut beantragt werden. es wurde über ein benötigtes eigenes Heim diskutiert. Der Einlaß zum maskenball "AVM steht Kopf" in die Mensa erfolgte über eine Rutschbahn.

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